Die Brohltalbahn oder Der Vulkanexpress
Die Brohltalbahn ist eine eingleisige meterspurige Schmalspurbahn in Deutschland zwischen Brohl am Rhein und Engeln in der Eifel. Die ursprünglich bis Kempenich führende Strecke wird heute noch auf 17,75 Kilometern Länge als Touristikbahn namens Vulkan-Expreß sowie für Güterverkehr genutzt.
Die Bahnstrecke hat ihren Ausgangspunkt im Brohl. Nach Verlassen des etwas über der Talsohle, am Hang des Dicktberges, gelegenen Kopfbahnhofes Brohl BE passiert sie zuerst die bahneigenen Werkstattanlagen, um dann mit einer scharfen Linkskurve in das Brohltal einzubiegen. Das Gleis führt nun in kurvenreicher Hanglage durch das hier noch enge und felsige Brohltal nach Westen. Hinter dem Haltepunkt Bad Tönisstein wechselt die Strecke auf dem gemauerten Tönissteiner Viadukt (120 Meter Länge) die Talseite, ehe der Tunnel mit einer Länge von 95 Metern durchfahren wird. Nach kurzer Zeit wird Burgbrohl, der größte Ort des Tals, mit seinem in Fachwerk und Bruchstein erbauten Bahnhofsgebäude erreicht.
Der weitere Verlauf führt an Siedlungsrändern entlang und über Freiflächen, mit stetiger Steigung, weiter in Richtung Oberzissen. Dabei weitet sich das anfangs noch enge Tal kontinuierlich auf. Nach Überquerung des Oberzissener Viaduktes (40 Meter Länge) beginnt mit der Steilstrecke eine der steilsten Adhäsionsbahnen in Deutschland, mit 1000 Millimetern Spurweite. Auf diesen letzten 5,5 Kilometern mit einer Steigung von 1 : 20 verlässt die Strecke das Brohltal und erreicht die Höhen der Vulkaneifel.
Die Strecke führte von Engeln bergab nach Weibern, dann teilweise in Hanglage bis nach Kempenich.