XI. Tag, 21. November 1994

Oder

„Die Spritze war Spitze“

Trotz aller Wehwehchen: the show must go on. Nach ausgedehntem Frühstück um sieben Uhr verlassen wir das Hotel eine Stunde später mit Kurs auf die Museumsanlage von Sukhothai. Sukhothai war die erste Hauptstadt vor 700 Jahren und gilt als die Wiege Thailands. Die Tempelanlagen sind in einem riesigen, gepflegten Park gelegen, der die gelungene Synthese von Architektur und Natur bildet. Lange widmen wir uns Wat Mahathat, nach dessen Vorbild der Königstempel in Bangkok entstanden ist, und Wat Sri Chum mit der eingemauerten, sitzenden Buddhastatue. Durch ein Spitzfenster kann man ihre vierzehn Meter hohe Pracht bewundern.

Die Weiterreise bringt uns nach Tak, das durch den Bhumiphol-Staudamm bekannt geworden ist. Hier ist zu spüren, wie der Mensch die Natur überlistet hat, denn das monumentale Projekt bewirkt die Stromversorgung Bangkoks und etlicher Provinzen. Beim Mittagessen gewinnen wir den internen Wettbewerb gegen die Knechte, wer für die wenigsten Baht satt wird.
In der geschichtsträchtigen Provinzstadt Lampang besichtigen wir Wat Phra Kheo Don Tao, in dem im 15. Jahrhundert der Smaragd-Buddha untergebracht gewesen ist. Nach der Überlieferung hält ein Elefant hier an, der ihn von Chiang Rai nach Chiang Mai bringen möchte. Man verehrt seither die Heiligkeit des Ortes und baut den Wat.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Chiang Mai und unser Top-Hotel „Chiang Mai Plaza“, unweit vom Nachtmarkt entfernt gelegen. Den müssen wir leider ohne Gung erforschen. Sie muß sich ärztlicher Behandlung unterziehen, nachdem ein weiterer Versuch der Thai-Massage nichts bewirkt hat. So besucht uns um 22.30 Uhr eine Notärztin und lindert endlich mit der erlösenden Spritze und Medikamenten die Schmerzen.

Phi Mai
Phi Mai Sai Ngam
Chonnabot
Roi Et Hotel Mai Thai