IV. Tag, 14. November 1994
Oder
„6 x muß man, 7 x darf man“
Meine Kenntnisse der thailändischen Sprache verbessern sich merklich. Ich kann mittlerweile fließend bis drei zählen und kenne bereits die einheimische Vokabel für „Bier“. Doch da ich meistens mehr als „sahm bia“ trinke, muß ich fleißig weiterlernen.
Nach dem Genuß des Frühstücks unternehme ich mit Jutta zusammen eine längere Photo- und Videosafari in und um unser Hotel. Nachmittags gegen 15.00 Uhr benutzen wir das Hotel-Shuttleboat, das uns flußabwärts zum Landesteg des legendären Oriental-Hotels bringt. Wir erleben einen ersten Höhepunkt unserer Reise und bequemen uns auf der zum Fluß gelegenen Terrasse bei dem Erleben einer scheinbar heilen Welt. Ich trete in Somerset Maugham’s Spuren und versuche seine Kreation, den Casuarina-Gin-Sling, während Jutta einen Mocca-Shake vorzieht. Danach bei Kaffee und Tee - Orange Pekoe „Best in the World“, Service in feinstem Silber - erahnen wir, wie Gott in Frankreich gefühlt haben mag, oder muß Gott Thailänder gewesen sein? Mai pen lai.
Wir erwachen aus unserem Traum, als uns das Flußtaxi pünktlich zur Fischfütterung zum Hotel zurückbringt. Später nach einem Aperitif im Hi-Luxy-Karaoke ist bei Life-Band-Musik ein Seafood-Barbeque vom Feinsten auf der Hotelterrasse angesagt. Kurt lehrt uns, daß es als unhöflich gilt, weniger als sechs Mal den Teller zu füllen, und daß höchstes Glück dem zuteil wird, der sieben Mal genießt.
Unsere Schlaftabletten in flüssiger Form nehmen wir in gemeinsamer Runde in unserer Luxus-Garküche ein und beschließen so einen wundervollen Tag.
Gourmets
