X. Tag, 20. November 1994
Oder
„General Hospital“
Wir holen den fehlenden Schlaf der letzten Nacht nach und genießen die schon bekannte und beschriebene Frühstücksatmosphäre im „Princess Cafe“. Für den heutigen Tag ist kein spezielles Programm vorgesehen, dient er doch lediglich dem Überbrücken der Entfernung von Korat über Phitsanoluke nach Sukhothai.
Wir ändern den Plan und bauen den Besuch eines Krankenhauses in Saraburi ein. Damit dieses möglichst echt wirkt, stellt sich Gung als Patient zur Verfügung und spielt eine schmerzhafte Genickversteifung vor. Nach Besichtigung der Ambulanz und Röntgenabteilung verschreibt ihr der behandelnde Arzt, der die Simulation erkennt und dennoch fair mitspielt, einige Pillen und rät zu traditioneller Thai-Massage.
Zu Mittag speisen wir in dem Restaurant in Lopburi, das uns noch vom Hinweg her in guter Erinnerung geblieben ist. Gung seilt sich von uns ab und ißt am Knechtetisch. Diese Schmerzen! Die Weiterfahrt ins Paylin-Hotel in Sukhothai unterbrechen wir mit einigen Stopps an den sehr gepflegten Raststätten.
Abgesehen von dem muffigen und etwas schmutzigen Badezimmer ist gegen das „Paylin“ nichts einzuwenden. Es ist eine Durchgangsherberge, die von den Touristen für eine Nacht auf der Durchreise in den Norden genutzt wird. Empfangshalle, Restaurants und Bars sind ansprechend. Kurti, All und Gung treffen sich zur Thai-Massage, während wir übrigen das Speiseangebot im Coffee-Shop testen. Später will Kurt mich nachahmen und bestellt auf Empfehlung auch ein Club-Sandwich. Da ihm etwas anderes serviert wird, kann ich ihn heute belehren, nämlich daß es „Klapp-Sandwich“ heißt, schließlich werden zwei Scheiben Toast zusammengeklappt.
Für Gung ist die Nacht wegen ihrer Nackenschmerzen ein Alptraum. Die Thai-Massage hat das Gegenteil bewirkt. Wir lernen daraus, daß sie Gesunde gesünder und Kranke kränker macht.
Phi Mai
Phi Mai Sai Ngam
Chonnabot
Roi Et Hotel Mai Thai



